Wäre die Welt anders, wenn sie von Frauen regiert werden würde?

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5 Diskussionsbeiträge zu “Wäre die Welt anders, wenn sie von Frauen regiert werden würde?”

  1. Ich habe mal irgendwo eine wissenschaftliche Studie gelesen, die zu dem Ergebnis kam, dass es egal, ob Gesetze per Mehrheit oder per Zufall entschieden werden. Nun beruhte die Studie sicherlich auf einer Menge vereinfachungen, aber die Vorstellung über Gesetze per Zufall abzustimmen fand ich amüsant. Nur würde das unsere Demokratie überflüssig machen, was ganz und gar nicht amüsant sondern hochgradig gefährlich wäre.
    Zum anderen sagte der Radiomoderator Holger Klein einmal, viele Probleme die aus bewaffneten Inteventionen (Irak, Afghanistan) hervorgingen, ließen sich lösen wenn man einfach nach dem Krieg nur Frauen an die Spitze setzt.
    Ein dritter Gedanke der mir kommt stammt aus einer alten Science-Fiction-Fernsesehrie die „Raumpatrouille Orion“ heißt. Darin besucht die Besatzung des Raumschiffs Orion den Planeten Chroma, auf dem ein Matriachart errichtet wurde. (Matriachart ist die Herrschaft von Frauen im Gegensatz zum Patriachart). Dort befinden sich Männer in einer gesellschaftlichen Benachteiligung ebenso wie es Frauen bei uns in der Gesellschaft benachteiligt werden.
    Ich denke, es ist wichtig, dass Benachteiligte Menschen ausreichend Stimme haben und Gehör finden um die Nachteile durch entsprechende Gesetzgebung auszugleichen. Das bedeutet, dass es derzeit an vielen Stellen besser wäre, wenn Frauen an der Macht wären. Sollte dies aber für mehrere hundert Jahre der Fall sein, könnte es wichtig sein, dass wieder Männer an die Regierung kommen, da ihre Interessen vernachlässigt wurden.
    Ebenso sollten Arbeitslose, Kranke, Behinderte, etc. eine laute Stimme haben bzw. an die Macht kommen, solange, bis Ihre Interessen genauso gut vertreten sind wie die von anderen.

  2. Tatsächlich gab es Naturvölker, welche das Matriacht gelebt haben. Die weiblichen Familienmitglieder haben die Stammesfolge gestellt. Interessant finde ich auch, dass die weibliche Gottesvorstellung hierbei eine zentrale Rolle spielt. Der weibliche Körper als Urspung neuem Lebens ist für mich im spirituellen Sinne auch ziemlich einleuchtend. Es gibt zudem Theorien, dass sich in einigen matriachalen Kulturen die Sache mit der Gleichberechtigung besser gestaltet hat. Es wurde dafür gesorgt, dass alle ökonomisch abgesichert sind und wichtige Entscheidungen wurden gemeinsam geschlossen. Eine gewaltfreiere Handlung kann jedoch nicht nachgewiesen werden. Da fallen mir auch gleich die kämperischen Amazonen ein. Das Bild von Weiblichkeit, welches dem friedlich-häuslichen Mutter-Typ entspricht, scheint mir auch eher ein Nebenprodukt des partiachlen System zu sein.

    Meiner Meinung sollte es Ziel sein, dass alle Menschen (!!) gleichberechtigen Zugang zur Macht haben. Und dort haben wir aktuell in unserer heutigen Realität noch einiges zu tun. Frauen fehlen sowohl in wirtschaftlichen und politischen Führungspositionen- als auch beispielsweise an Verhandlungstischen nach bewaffnetetn Konflikten. Und das obwohl die Opfer von Krieg und Gewalt oft Frauen und Kinder sind.

  3. Ich denke auch, dass die Welt sicherlich anders aussähe, wenn sie von Frauen regiert werden würde.
    Probiert es doch bei euch Zuhause einfach mal aus: Bittet eure Eltern oder wenn ihr selbst mit einem Partner/einer Partnerin zusammenwohnt, diese/n darum, alle Aufgaben aufzuschreiben, die er/sie erledigt. Und dann macht in der Woche darauf einfach alles andersherum. Wer weiß, was das für komische Situationen hervorbringt! 🙂

  4. Ich glaube, es besteht schon ein Unterschied zwischen der Denkweise von Frauen und Männern, jedoch nur minimal. Während Frauen eher emotional denken und somit sich gut in die Sichtweise einer anderen Person hineinversetzen können, denken Männer eher rational und betrachten ein menschliches Problem nur allein an Fakten.
    Wenn das Volk, bestehend aus Frauen und Männern, eine Entscheidung nachvollziehen soll, sollte diese Entscheidung aus einem Zusammenspiel dieser beiden (oder mehreren verschiedenen) Denkweisen getroffen werden.

  5. Das Frauen eher emotionale Entscheidungen treffen während Männer rationale Entscheidungen treffen halte ich für ein Ergebnis unserer Gesellschaftsform. Jedem, der sich stark für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt würden hier vermutlich die Gesichtszüge entgleisen.
    Wenn es kein Ergbnis der Gesellschaftsform ist, müssten sich ja Hormone finden, die für emotionale/rationale Entscheidungen verantwortlich sind. Wenn ich mir die Auswirkungen von Testosteron im Verhalten anschaue, ist eher das Gegenteil von rational der Fall.
    Es könnte natürlich sein, das gerade in Hinblick auf Kinder, Frauen eine engere Bindung haben und sich in dieser Hinsicht anders verhalten. Daraus aber auf das Verhalten gegenüber anderen Frauen und Männern zu schließen fände ich allerdings schwierig.

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