Live-Diskussion am 1.11.16

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Von 20:00 bis 21:30 Uhr diskutieren wir Deine Fragen – live. Hier kannst Du Einfluss nehmen!

108 Diskussionsbeiträge zu “Live-Diskussion am 1.11.16”

    1. Hallöchen. Ich bin die Demokratin und liebe es zu diskutieren. Demokratie, Partnerschaftlichkeit und Gleichberechtigung kann meiner Meinung nach bedeutsam sein in jedem Lebensbereich. in dem Sinne „das müssen wir jetzt mal ausdiskutieren.

  1. Was wir hier machen ist ein Versuch. Ich bin selbst gespannt. „Warum funktioniert der Live-Stream nicht“ ist die erste Frage – eher organisatorisch.
    Antwort: Ihr müsst die Seite immer neu laden

  2. Für mich sind Heilige sowas wie Vorbilder- wie sie in anderen Lebensbereichen auch existeiren. Sie haben meist ziemlich interessante Lebensläufe und große Herausfoderung zu meistern. Sie können einem helfen den Glauben zu gestalten und lebendig zu erfahren. Durch ihre besondere Connection können Sie uns helfen eine Beziehung zu Gott aufzubauen.

  3. Die Frage passt sehr gut zum heutigen Tag. Ich denke Heilige können uns Menschen Vorbilder der Nachfolge Jesu sein. Diese Menschen wagten es Wiedersprüche zu denken auszuhalten, ihr Leben für ihre Überzeugung zu riskieren und erwiesen Mut. Mut in der Sache Jesu

  4. Den Heiligenkult der Kirche verstehe ich auch nicht in vollem Umfang. Es gibt aber einige Heilige (z.B. Maximilian Kolbe) deren selbstloses Handeln anderen Menschen gegenüber ich mir zum Vorbild nehme. In dieser Funktion verstehe ich auch Heilige. Sie sollen uns ein Vorbild sein, was Christ sein konkret im Leben bedeuten kann.
    Es gibt im übrigen vom Vatikan aus eine wissenschaftliche Kommission, die Wunder untersucht, ob es sich dabei tatsächlich um Wunder handelt.

  5. Ja das stimmt, die Frage ist wohl für den Allerheiligentag prädestiniert 😀 Ich würde ähnlich argumentieren wie die Atheistin. Heilige sind grundsätzlich Menschen, die man in der Nähe Gottes vermutet. Da ist es natürlich einfacher, auch Wunder in diese Richtung zu deuten.

  6. Vielleicht ist es ganz gut zu wissen, dass es unterschiedliche ‚Kategorien‘ von Heiligen gibt. Märtyrer zum Beispiel, oder eben auch Menschen, die selbstlos und im Dienste anderer Menschen gelebt haben. Allen gemein ist sicherlich, dass sie eine Vorbildfunktion haben sollen. Deswegen auch der heutige Tag, Allerheiligen: Es gibt so viele Menschen, die Vorbilder im Glauben waren, aber keinen Heiligentitel bekommen haben. Im Grunde kann also jeder Mensch ein Heiliger werden!

  7. Wobei es aus meiner Sicht auch eine ganze Menge merkwürdiger Heiliger gibt, die ich mir nicht unbedingt zum Vorbild nehmen würde.
    Wie kürzlich durch die Medien ging, wurde die Heiligsprechung in den letzten Jahren auch recht inflationiär verwendet. Papst Franziskus möchte da wohl jetzt engere Kriterien anlegen.

  8. Absolut! Das beste Beispiel ist wohl Maria. Ich habe schon oft gehört, dass Menschen gesagt haben: „Heilige Muttergottes, bitte heile mich von meiner Krankheit.“. Damit wird Maria faktisch selbst zur Göttin.

  9. Ja stimmt. Ich finde es auch komisch, wenn manche Menschen diesem Status erreichen sie wie „Halbgötter“ zu verehren. Das suggeriert auch irgendwie dass diese Menschen viel mehr wert sind als andere. Das finde ich irgendwie komisch. Klar haben sie besonderes geleistet aber meiner Meinung nach sind alle Menschen gleich wert und gleich von Gott geliebt.

  10. Es gibt tatsächlich Orte an denen ich mich frage, was jetzt eigentlich bedeutender ist, Gott oder der jeweilige Heilige.
    Wenn in der Klosterkapelle Weltenburg die größte Statur direkt oberhalb des Altars den heiligen Gregor darstellt, finde ich das merkwürdig.
    Vor dem Vatikan auf den Straßen Roms wird mit Papstbildern und ähnlcihem gehandelt, als würde das Seelenheil alleine davon abhängen.
    Da ist die Frage nach den Prioritäten durchaus angebracht.

  11. Naja, die ganzen Devotionalien, also die Papstbildchen oder Plaketten in Rom und auch anderswo, sind oftmals gar nicht vom Vatikan autorisiert. Oft spielt Geld auch eine ganz große Rolle, das muss man so offen und ehrlich sagen.

  12. Ich muss ja sagen – jetzt wo wir auch im Jubiläums-Reformationsjahr sind: Auch als Katholik kann ich dem Lutherschen „solus Christus“, also der Absage von allen Heiligen und der Konzentration auf Jesus Christus als zentraler Punkt des christlichen Glaubens, durchaus einiges abgewinnen 😉

  13. Wir kommen gleich zur nächsten Frage.
    Vorher aber noch etwas Organisatorisches: Wenn Ihr Euch auf einen Beitrag eines/einer anderen bezieht, klickt direkt auf den Antworten-Text unter dem jeweiligen Kommentar.

  14. Ich denke, dass hängt auch immer damit zusammen, dass wir Menschen versuchen irgendwie uns Gott bildlich zumachen. Ihn „zuvermenschlichen“, um ihn zu verstehen. Dabei sollte aber eine Balance gefunden werden und nicht vergessen, dass der Menschen Gott eh nie ganz verstehen wird-eben den Widerspruch aushalten muss. Und das ist der Verdienst der Heiligen.

  15. Ich finde, das kann man pauschal nicht beantworten. Das hängt wahrscheinlich davon ab, welche Vorstellungen und Erwartungen man in eine Beziehung bringt. Wenn beide Partner dafür offen sind, kann ich es mir vorstellen.

  16. puu offene Beziehungen. Spannende Frage. Ich hab letzten mal was über polyamore Menschen gelesen und der Überzeugung mehr als einen Menschen gleichzeitig lieben zu können. Ich find das irgendwie spannend, weil es voll von dem Mainstream-Beziehungsmodell weggeht. Aber ich glaube es braucht eine ganz hohe Sensibiltät, große Bereitschaft zur Reflexion von Beziehungsmustern und auch Ehrlichkeit dem Partner*innen gegenüber. Es ist sicher keine einfache Sache. Aber seit wann sind Beziehungen eigentlich einfach?!

  17. Die Frage ist ja auch alles andere als einfach 😀 Entscheidend ist wahrscheinlich, wenn man sich für eine solche Beziehungsform entscheidet, dass man sich blind vertraut. Ohne bedingungsloses Vertrauen entsteht schnell Eifersucht. Und Eifersucht ist bekanntlich ziemlich problematisch.

    1. Eifersucht ist ja oft ein Zeichen von Besitzansprüchen. Gerade das soll ja im Modell offene Beziehung ausgehebelt werden-denk ich. Aber auf der anderen Seite braucht man viel Vertrauen- das Sicherheitsbedürfnis wird unter Umständen nicht so befriedigt.

  18. Aber warum möchte man denn überhaupt eine „offene Beziehung“. Also entweder man möchte mit jemandem zusammensein oder frei wählen können (beides erstmal in Ordnung) aber ist offene Beziehung nicht irgendwie ein Widerspruch?
    Also angenommen mit einer Beziehung kommen bestimmte Rechte und bestimmte Pflichten, währen davon überhaupt welche gültig? Und wenn nein, ist es dann eine Beziehung?

  19. Kommt ja auch immer drauf an wen oder was die Kirche ausmacht. Fragt man Bischöfe und Kardninäle sind die bestimmt nicht so begeistert. während wir gläubige genauso divers sind wie die Gesellschaft und dort dazu ganz unterschiedliche Standpunkte zu tage kommen können.

  20. Ich fürchte, die Kirche ist da nicht besonders offen. Wenn wir vom ‚Idealtypus‘ einer Beziehung für die Kirche ausgehen, dann landen wir früher oder später – eher früher – bei der Ehe. Und die gilt nur zwischen Mann und Frau. Weitere Personen sind da erst einmal nicht im Spiel.

    1. Der Idealtypus wurde aber auch in einer Zeit gebildet, in der Menschen klare Strukturen und Regeln brauchten. Es ist die Frage ob manche Menschen, nicht mit sich selbst und diesen regeln in einen widerspruch kommen. Das Gefühl vermittelt bekommen, jemand anderes müsste für sie denken. Die Verantwortung die eine Beziehung mit sich bringt ist für mich immer die gleiche. Ob Ehe oder offene Beziehung.

  21. Mir ist gerade aufgefallen, dass wir doch sehr auf unserern Kulturkreis -westliche Welt fixiert sind. Polygamie in anderen Kulturen z.B. subsahara-Afrika unterstützt stark Patriachale Strukturen. Die Kirchen setzen sich dort stark für Monogamie ein und das ist ja gar nciht so schlecht in dem Kontext. Wir sind ja immer noch eine Weltkirche

      1. Tut sie das nicht immer? *hust* Ich wollte nur noch die Perspektive drauf lenken, dass sie Kontexte von Moralvorstellung sehr unterschiedlich sein können… Allerdings merke ich doch das es recht komplex ist .

    1. Finde ich spannend, dass es dort von Vorteil ist. Aber klar wenn soetwas üblich ist, kann ich mir gut vorstellen, dass patriarchale Strukturen unterstützt werden. Wobei wir das in der katholischen Kirche auch gut ganz ohne Beziehung hinbekommen.

  22. Obwohl ich keine Erfahrung mit offenen Beziehungen habe, würde ich theoretisch sagen, dass nicht gegen ein offenes, ehrliches und auf vertrauen aufgebautes Verhältnis spricht. In Amors Laetitita wird Leidenschaft, Erotik und Sex soviel erwähnt wie noch nie zuvor. zwar bricht der Papst keine Revolution vom Zaun, aber er beginnt mit einer offenen Thematisierung.

  23. Vorhin habt Ihr den Begriff „Kirche“ differenziert betrachtet. Dahinter steckt auch die Frage, wie einheitlich „die Kirche“ sein kann/muss/soll etc. Eine weitere Frage die reinkam lautet: „Kann Kirche demokratisch sein?“

    1. Allerdngs ist der BDKJ nicht die Kirche. Der bDKJ ist ein demokratischer Teil dr Kirche. Dasist der diözesanrat auch, aber die Kirche, wenn man ein bisschen in Richtung Vatikan guckt, wird es wohl nie werden…

  24. Das hängt wiederum davon ab, wie man „demokratisch“ versteht. Vollkommen demokratisch wird sie wahrscheinlich nie sein, weil sich die Kirche grundsätzlich als eine Monarchie versteht (darum trug der Papst vor 50 Jahren noch eine Krone). Aber demokratische Prozesse gibt es bereits: Pfarrgemeinderäte sind hier das Stichwort. Ich glaube aber, dass wir hier noch am Anfang einer längeren Entwicklung stehen.

      1. Das ist natürlich ein Punkt. Ich glaube aber, dass eine vollständige Demokratisierung der Kirche unmöglich ist, solange es ein geweihtes Priestertum gibt (mit dem das ganze hierarchische System dann auch zusammenhängt). Dass es das eines Tages nicht mehr geben wird, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

  25. Wichtig ist: Vor 50 Jahren wurde beim 2. Vatikanischen Konzil beschlossen, dass die Kirche sich als „Volk Gottes“ versteht. Damit sind natürlich demokratische Prozesse grundgelegt. Es kann also niemand sagen, dass Demokratie in der Kirche nicht möglich oder gar erlaubt wäre. Das stimmt nicht!

  26. Ich glaube nicht, dass eine Weltkirche demokratisch sein kann. Aber demokratischer kann sie auf jedenfall sein. Also die Wahl des Pfarrers durch Gemeindemitglieder, die Wahl des Bischofs durch die Priester und andere gewählte Vertreter (Diözesanrat, BDKJ, Caritas etc) kann ich mir gut vorstellen

  27. Demokratie bedeutet:
    Das Volk ist souverän –> in der Kirche ist das nur Jesus
    Herrschaft auf Zeit –> Herrschaft außerhalb der Zeitlichkeit
    Regierung und Opposition –> Vorstellung von einem Hirten mit seinem Schafen, eine Opposition fehlt
    Partein –> es kann nicht mehrere Wahrheiten geben, das widerspricht Wahrheit an sich
    Gewaltenteilung –> Gewalteneinheit

    1. Wow das ist eine toller Erklärung warum es komplett und vollständig gar nicht funktionieren kann. Man stelle sich mal vor der eine Papst entscheidet es so und der nächste wieder anders. Da wäre was los.

    2. Diese Definition halte ich für zu politikwissenschaftlich. Demokratie bedeutet zunächst einmal nichts anderes als Macht des Volkes (gr. demos = Volk; kratein = Macht haben). Und das gibt es in der Kirche bereits in einem gewissen Rahmen, und ich bin mir sicher, dass man das auch noch stärker vertiefen kann. Der Wissenschaftler hat ja gerade einige gute Beispiele genannt.

  28. Ich würde mir Wünschen, dass richtungsweisende Entscheidungen und Wahlen von der Kirchenbasis getroffen werden können. Wahrscheinlich müsste man auch Dinge dezentralisieren. Und der Zugang zu höhreren Ämtern sollte auch Frauen zugänglich gemacht werden… also meine Wunschliste kann noch lange weiterwachsen.

    Ich befürchte, dass ich die Verwirklichung von viele von meinen Wünschen nicht erleben werden 🙁

    1. Ja, das denke ich auch. Ich glaube, die Kirche ist auf einem (aus meiner Sicht)guten weg, viele Grundlegende Dinge zu ändern (Frauendiakonat), aber es wird wohl noch einige Zeit (Jahrhunderte) dauern, bis das wirklich „geändert“ ist

  29. Hinzukommt, dass in der Kirche die Verfassung eine andere Rolle hat als in einem Staat. Die Verfassung schreibt dem Codex Juris Canonici nur das Attribut hierarchisch zu. Ihr fehlt eine Urkunde. D. h. sie steht nicht über den Gesetzen Canones.

  30. Ich denke Kirche kann nicht demokratisch sein, d.h. aber nicht, dass sie potenziell Ungerechtigkeit mit sich bringt. Kirche sollte gerecht,barmherzig und human sein. Demokratischer vorzugehen kann ein Weg sein…

    1. Naja, ein richtiger Gottes-„Beweis“ ist es ja nicht. Eher der Nachweis, wie du sagst, dass es alles in allem mehr Vorteile mit sich bringt als Nachteile, an Gott zu glauben. Einen wirklichen Gottesbeweis gibt es ja nicht wirklich. Ebenso gibt es bis heute auch keinen Beweis der Nicht-Existenz Gottes.

      1. Ja das ist richtig, eigentlich heißt es glaube ich auch Pascalsche-Wette, aber lesenswert ist es allemal.
        Mindestens genauso lesenswert sind andere „Gottesbeweise“ oder eben „Nicht-Gottesbeweise“ mit denen man schnell bei der Theodizee-Frage landet.

  31. Sollen tut das niemand. Das Christentum geht davon aus das jeder Mensch eine art innere Antenne zum göttlichen hat. Er also z. B. in der Erfahrung der Kontingenz, mich „müsste“ es auch nicht geben, darauf stoßen kann. Sich fragen kann Wieso ist das so? Warum lebe ich? Ich denke das hängt unmittelbar mit der Frage: Was war zuerst da? Das Ei oder die Henne zusammen?“ Braucht es erst eine Offenbarung, Erfahrung der göttlichen um zum Glauben zu kommen? ODER erst den Glauben, der die Augen öffnet für eine Offenbarung?

    ich denke weder noch, sondern wir sollten uns dieses Geschehen vlt wie einen Kreis vorstellen ohne Anfang und Ende, sondern als ein dynamischen Vollzug in einem Menschen.

    1. Ich denke Gott kann und er möchte auch einen Mehrwert in das Leben von jeden Menschen bringen, doch ist dieses „mehr“ eben kein „mehr“ wie es der Mensch sonst aus der Gesellschaft kennt, sondern ein „mehr“ im Sinne von versiegeln der Menschlichkeit, der Gebrochenheit des Menschen. Ein Geschenk. Kostenlos und frei von verzweckung.

      1. Ich glaube, dass das „Problem“ darin liegt, dass wir heute ein dialogisches Gottesverständnis haben. Christlich gesprochen: Ich kann mit Gott in Kontakt treten, kann ihm für Gutes danken und kann ihn genauso gut nach den Gründen für etwas schlechtes fragen. Ich kann sogar so weit gehen und ihn kritisieren – selbst in der Bibel tun dies u. a. Hiob und vor allem Jesus selbst am Kreuz („Mein Gott, mein Gott, wozu hast du mich verlassen?“ (Ps 22)). Dass Gott trotzdem über allem steht und größer als jegliches menschliches Empfinden ist, steht dabei außer Frage.
        Die Frage „Warum sollte ich an Gott glauben“ tut da aber tatsächlich ihr übriges 😉

  32. Naja was heißt nützlich…
    Also der Mensch hat ein Mehrwerht davon, ein Leben mit Gott zu führen. Wie sich das für den einzelnen sinnbringend begründen lässt ist denke ich bei jedem verschieden.

  33. Weil Moral wichtig ist!
    Unser gesellschaftlicher Zusamenhalt beruht darauf, dass wir keine rein technokratische Gesellschaft sind sondern uns durch soetwas wie moralische Werte bestimmen.
    Die Kirche sieht es als ihre Aufgabe, diese moralischen Werte mitzuprägen. Ob das in allen Bereichen so sinnvoll ist (Homosexualität etc.) ist eine andere Frage.

  34. Hmm, ich tue mich schwer mit der Beantwortung dieser Frage, weil ich Kirche persönlich überhaupt nicht so empfinde. Ich denke aber, dass es durchaus gut ist, dass die Kirche für Werte, für die sie steht, weil sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben, „Werbung“ macht. Dann kann ich mich als freier Mensch immer dazu positionieren und in ein Verhältnis setzen.

  35. Wir sind heute ja auch zum Glück ein Stück weit von dem Gusto „so und nicht anders“ entfernt. Auch wenn es natürlich in einigen Fragen bis heute noch durchscheint, Stichwort Homosexualität, Zölibat, usw.

  36. Ich würde mich dem wissenschafter anschließen. Ich denke die Orientierungshilfe die, die Kirche anbieten sollte hat immer etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Wir alle sind dafür verantwortlich diese Tugend der Tugend, von der alle anderen Tugenden abhängen und in Koexistenz stehen, zu verwirklichen. Ob nun innerhalb oder außerhalb Kirche. Jeder mit seinem Glauben an was auch immer. Auch der Agnostiker kann dies tun.

  37. Ich glaube, gerade in so unruhigen Zeitn wie heute kann es nicht schaden, ein bisschen Moral „vorgelebt“zu bekommen. Man kann sich daran orientieren. Ich denkeauch nicht, dass man sich 100%igdaran halten kann/muss. aber als Hilfe kann es wirklich ganz gut sein.

  38. Ich finde auch Moralpredigt kann total hilfreich und auch wichtig sein. Es kommt aber immer auf Thema an. Wenn sich die Kirche moralisch für Nächstenliebe (siehe zum Beispiel Situation von Geflüchteten) oder Bewahrung der Schöpfung (Umweltschutz) einsetzt ist das ja auch ne tolle Sache. Wenn es darum geht gescheiterte Ehen oder andere Lebensformen herabzuwürdigen finde ich das fragwürdig mit welchen Recht die Kirche über Menschen urteilt.

      1. Es gibt Werte, so würde ich behaupten, bei denen man diese Freiheit nicht hat. Beispielsweise die Menschenwürde. An der kommt niemand vorbei. Will heißen: Es gibt bestimmte, z. B. konfessionell entwickelte Werte, zu denen man sich in ein Verhältnis setzen kann (z. B. die kirchliche Sexualmoral) und objektive Werte, die über dieser Verhältnissetzung stehen und quasi unantastbar sind.

  39. … ich danke Euch für Eure Beiträge und das anregende „Gespräch“! Ihr dürft jetzt gerne noch weiterdiskutieren, der offizielle Teil dieser Live-Diskussion ist jetzt aber beendet.
    Danke auch fürs Mitlesen allen, die der Diskussion gefolgt sind. Und vor allem auch Danke an alle, die hier im Forum Ihre Fragen eingestellt haben!

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